FREIE SCHULEN „MONOPOL KÖNNEN WIR AUCH“
Im Streit um die Finanzierung gehen freie Träger in die Offensive: Ein Rechtsgutachten des Verfassungsrechtsexperten Professor Bodo Pieroth von der Universität Münster bricht ein Tabu. In der Expertise, die für ganz Ostdeutschland von Bedeutung sein könnte, bricht Piroth mit einem Tabu: Er halte es für mit dem Grundgesetz vereinbar, dass es in Regionen mit schrumpfenden Einwohner- und Kinderzahlen künftig nur noch freie Schulen gibt – und keine öffentlichen mehr, erklärte Piroth. Thomas Langer vom von den freien Schulen getragenen Institut für Bildungsforschung und Bildungsrecht an der Universität Bochum warf den ostdeutschen Ländern eine abgestimmte Strategie vor, um das Wachstum freier Schulen zu bremsen. (Potsdamer Neueste Nachrichten)
DEBATTE UM DIE WALDORFPÄDAGOGIK
Konstanz – Stadtrat Holger Reile (Linke) hat im Gemeinderat eine Debatte über die Waldorfpädagogik losgebrochen. Er forderte, die „obskure Weltanschauungsgemeinschaft“ dürfe nicht mit öffentlichen Geldern unterstützt werden.Reile wirft den Vertretern der Waldorfpädagogik vor, sie würden Grundgedanken aus der Okkultismus-Ecke verbreiten und hätten einen Begründer, der rassistisches Gedankengut pflegte. Jürgen Wiedemann (Neue Linie) und Anselm Venedey (Freie Wähler) stimmten Reile zu, andere Räte widersprachen vehement, ebenso Oberbürgermeister Horst Frank. Er sagte, grundsätzlich sei es nicht falsch, sich mit dem Waldorf-Begründer Rudolf Steiner kritisch auseinander zu setzen. Doch es habe nie Anlass gegeben, an der heutigen Pädagogik und der Arbeit des Kindergartens vor Ort zu zweifeln. Er habe wie andere freie und kirchliche Träger einen Anspruch auf Förderung.(Südkurier)
UMSTRITTENES PATENT AUF NAHRUNGSMITTEL
Große Konzerne wie Bayer oder Monsanto haben hier längst das große Geschäft gewittert. Denn wer ein Patent besitzt, besitzt Eigentum - und das lässt sich teuer verkaufen. Langfristig aber werden durch solche Patentierungspraktiken die traditionellen Zuchtmethoden der Landwirtschaft bedroht. (Reportage u.a. über die biologisch-dynamische Züchtungsforschung des Vereins Kultursaat - arte)
KRANKHEIT UND GESUNDHEIT SIND AUCH POLITISCH
Ab Januar 2012 ist es endlich so weit: Homöopathie, Phytotherapie, anthroposophische Medizin, traditionelle chinesische Medizin (TCM) und Neuraltherapie gehören erneut zu den kassenpflichtigen Leistungen – allerdings nur bis zum Jahr 2017. In der Zwischenzeit soll abgeklärt werden, ob diese fünf alternativen Behandlungsmethoden die gesetzlichen Kriterien der Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit denn auch tatsächlich erfüllen. (Die Wochenzeitung - CH)
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